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Einzelzellklonierung mit integrierter Monoklonalitätsprüfung auf dem CellCelector

Der ALS CellCelectorTM, eine Ernteplattform für Einzelzellen und Zellkolonien, kann nun auch für die Einzelzellklonierung im Hochdurchsatz eingesetzt werden.

Das System ermöglicht die schnelle Generierung klonaler Zelllinien innerhalb einer Klonierungsrunde unter Anwendung bildbasierter Monoklonalitätsprüfung.

Aufgrund der integrierten Prüfung auf Monoklonalität und Lebensfähigkeit, sowie der hohen Auswachsrate nach dem Transfer in 96 oder 384well Platten, stellt die Einzelzellklonierungstechnologie auf dem CellCelector eine bevorzugte Alternative zu anderen Methoden, wie Limiting Dilution, FACS Sortierung oder Einzelzelldrucken dar.

Die Einzelzellklonierung mit dem CellCelector wurde in Zusammenarbeit mit der ProBioGen AG entwickelt.

 

CellCelector für die nanowellbasierte Einzelzellklonierung

 

 

Ablauf der nanowell-basierten Einzelzellklonierung auf dem CellCelector

Die Methode verwendet 24well CellCelector Nanowell-Platten (erhältlich bei der ALS GmbH) im Standardformat. Bei diesen Platten befinden sich auf dem Boden eines jeden Wells tausende winziger Nanowells.

Ablauf der nanowellbasierten Einzelzellklonierung auf dem CellCelector

 

Die Aussaat der Zellen erfolgt auf dieselbe Art und Weise wie bei herkömmlichen Zellkulturplatten. Die Zellen werden entsprechend der Poissonverteilung zufällig auf die Nanowells verteilt.

Durch das Scannen der besäten Wells, gefolgt von einer automatisierten Identifizierung aller, mit einer Einzelzelle besetzten Nanowells, bietet der CellCelector eine bildbasierte, robuste und dokumentierte Monoklonalitätsprüfung.

Abhängig von der Zahl der ausgesäten Zellen werden gewöhnlicherweise 400 bis 600 Nanowells von Einzelzellen besetzt. Wenn gewünscht, können mehrere Wells der Platte parallel besät werden. Dadurch ist es möglich, bis zu ~14.000 Nanowells mit Einzelzellen pro Klonierungsexperiment zu erhalten.

Nach der Monoklonalitätsprüfung werden die Platten für 3 bis 5 Tage inkubiert, bis man eine Dichte von ca. 20 bis 50 Zellen pro Klon erhält. Im Gegensatz zur traditionellen, methylzellulosebasierten Anwendung, können die Kolonien bei der nanowellbasierten CellCelectormethode in flüssigem Medium wachsen. Dabei sind die einzelnen Klone nur 200 µm voneinander entfernt (Zentrum-zu-Zentrum), werden aber durch die Wände der Nanowells effektiv am Durchmischen gehindert.

Nach dem Zellwachstum wird die Platte noch einmal gescannt. Anschließend werden die lebenden Klone, resultierend aus einer Einzelzelle, automatisiert ausgewählt und in 96 oder 384well Platten übertragen. Dort können sie weiter wachsen und zusätzlichen Analysen unterzogen werden.

Monoklonales Zellwachstum in Nanowellplatten

 

 

Automatisierte Monoklonalitätsprüfung: robuste Einzelzelldetektion in Nanowells

In einem herkömmlichen Einzelzellklonierungsexperiment werden die Einzelzellen in 96well Platten ausgesät. Hierbei ist es schwierig, eine automatisierte Einzelzelldetektion, basierend auf bildgebenden Verfahren, zuverlässig durchzuführen, da sich die Zellen sehr oft an der Kante des Wells ansiedeln. Daher wird der Monoklonalitätsstatus eines Klones an Tag 0 sehr oft manuell und rückwirkend überprüft, sobald der Klon gewachsen ist.

Anstatt nach einer einzelnen Zelle innerhalb eines großen Bodenbereichs zu suchen, die > 105 mal größer ist als die von einer Zelle belegte Fläche, sind im CellCelector-Ansatz die Zellen in den 200 μm großen Nanowells deutlich sichtbar und können unmittelbar nach dem Aussäen zuverlässig über die Software detektiert werden, selbst wenn sie die Nanowell-Grenze berühren.

automatisierte Monoklonalitätsprüfung

 

 

Vorteile der CellCelector HT-NIC Methode

  • Aufgrund der Notwendigkeit nur einer einzigen Klonierungsrunde verringert sich dieEntwicklungszeit neuer Zelllinien deutlich (5 bis 9 Wochen)
  • Integrierter, bildverifizierter Monoklonalitätsbeweis und Lebensfähigkeitsbewertung
  • Hohe Bildqualität für eine robuste, automatisierte und markierungsfreie Einzelzelldetektion
  • Auswahl der Klone anhand ihres Wuchses und / oder ihrer Fluoreszenz
  • 100% selektive Klongewinnung ohne Kreuzkontamination
  • Hohe Auswachseffizienz sowohl in Nanowells (die Zellen wachsen gemeinsam) als auch nach dem Klontransfer
  • Kompatibilität mit verschiedenen Zelllinien (CHO, HEK293, NS0, etc.)
  • deutliche Kosteneinsparung durch weniger Verbrauchsmaterialien, Medium und Inkubatorplatz: nur eine Nanowellplatte pro Experiment
  • Einfache Zelldichte oder Medienoptimierung durch bis zu 24 Proben parallel in einer Platte
  • Anwenderfreundliche und intuitive Software mit integrierter Rückverfolgbarkeit
  • Keine Routinewartung notwendig

 

 

Kontrollierte sterile Umgebung

Der CellCelector kann in einer sterilen Standardsicherheitswerkbank oder in der ALS Incubator FlowBox TM mit laminarer Strömung, Temperatur-, Feuchtigkeits- und CO2-Kontrolle betrieben werden.

 

 

 

Empfohlene Konfiguration des CellCelectors für die Einzelzellklonierung

  • CellCelector mit Einzelzellwerkzeug, 10x Objektiv und Standarddecktray
  • Set von Glaskapillaren und CellCelector Nanowellplatten für 30 oder mehr Klonierungsexperimente
  • Optional: 2 Kanal (FITC, TRITC oder kompatibel) Fluoreszenzmodul für methodische grün-rot Tests oder fluoreszenzbasierte Assays
  • Optional: Sicherheitskabinett Klasse II für CellCelectorTM oder ALS Incubator FlowBoxTM

 

Aufgrund seiner offenen Architektur kann der CellCelector problemlos mit anderen Modulen, weiterem Zubehör oder anderen Verbrauchsmaterialien ausgestattet werden, um zusätzliche Applikationen (z.B. Klonierung in semi-solidem Medium, CRISPR Einzelzellsortierung/Klonierung, molekulare Analysen etc.) auszuführen.

Bitte kontaktieren Sie uns für weitere Informationen zur Einzelzellklonierung mit dem CellCelector oder zur Anforderung eines Angebotes bzw. einer Demo.

 

 

 
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